Wenn Familienfotos oder wichtige Dokumente verloren gehen, hilft eine Sicherung nur, wenn Sie die Dateien zurückholen und öffnen können. Die Meldung „Sicherung abgeschlossen“ bestätigt weder, dass alle wichtigen Daten gesichert wurden, noch dass ältere Dateistände verfügbar sind. Erst ein Wiederherstellungstest zeigt, ob die Sicherung im Ernstfall funktioniert.

Die klassische 3-2-1-Regel bietet eine einfache Orientierung: Bewahren Sie drei Kopien auf – das Original und zwei Sicherungskopien. Speichern Sie sie auf zwei unterschiedlichen Speichertypen, etwa auf der internen Festplatte und einer externen Festplatte. Eine Kopie bewahren Sie an einem anderen Ort auf. So begrenzen Sie Schäden durch Diebstahl, Brand oder einen Defekt des Computers. Eine erfolgreiche Wiederherstellung garantiert die Regel jedoch nicht.

Bewahren Sie außerdem mindestens eine Sicherung so auf, dass Ihr Computer sie nicht direkt ändern oder löschen kann. Wenn Sie eine externe Festplatte nach dem Sicherungslauf abziehen, ist sie vom Computer getrennt. Das erschwert auch Schadprogrammen den Zugriff, die Dateien auf verbundenen Laufwerken verschlüsseln.

Cloud-Synchronisierung hält Dateien auf mehreren Geräten auf demselben Stand. Löschen Sie eine Datei versehentlich, überträgt der Dienst die Löschung unter Umständen auch auf andere Geräte. OneDrive beschreibt dieses Verhalten. Synchronisierung ersetzt deshalb keine unabhängige Sicherung, aus der Sie ältere Dateistände wiederherstellen können.

Wie groß die Lücke zwischen Sichern und Wiederherstellen ist, zeigt eine Bitkom-Befragung von 2024: 18 Prozent der Befragten, die privat einen Computer oder ein Smartphone nutzen, gaben an, zu wissen, wie sie Sicherungsdaten wiederherstellen. Die Zahl beruht auf Selbstauskünften, nicht auf praktischen Tests. Stellen Sie daher regelmäßig einzelne Dateien wieder her und prüfen Sie, ob sie sich öffnen lassen.

Familiendaten vollständig erfassen

Ermitteln Sie zuerst, welche Dateien Ihre Familie braucht und wo sie liegen. Familienfotos können auf einem älteren Smartphone liegen, ein Schulprojekt im Download-Ordner und ein Vertrag nur in einem Kundenportal. Daten, die Sie übersehen, lassen sich später nicht gezielt sichern.

Prüfen Sie Computer, Smartphones, Tablets, Kameras, externe Laufwerke und Netzwerkspeicher. Suchen Sie nach Fotos und Videos, persönlichen Dokumenten, Schul- und Ausbildungsarbeiten, Kontakten, Kalendern und wichtigen App-Daten. Suchen Sie auch in E-Mails, Kundenportalen, Schulplattformen und Cloud-Konten nach Unterlagen, die nur dort gespeichert sind. Laden Sie Dateien herunter, die Sie unabhängig vom jeweiligen Konto aufbewahren müssen.

Notieren Sie für jeden Bereich, wo die Originaldateien liegen und wer darauf angewiesen ist. Eine einfache Tabelle mit Datenbereich, Gerät oder Konto, Speicherort der Originale und zuständiger Person genügt. Sie erkennen damit schnell, wenn ein wichtiger Bestand nur an einem Ort liegt.

Cloud-Dateien prüfen

Ein Dateiname auf dem Computer bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch der Dateiinhalt dort gespeichert ist. Bei OneDrive-Dateien „bei Bedarf“ bleiben Dateien in der Cloud, bis Sie sie öffnen oder ausdrücklich auf das Gerät herunterladen. Prüfen Sie daher, ob Ihre Sicherung solche reinen Online-Dateien erfasst. Die Microsoft-Dokumentation zu Dateien bei Bedarf erklärt, woran Sie die lokale Verfügbarkeit erkennen.

Prüfen Sie bei synchronisierten Ordnern auch, welche älteren Dateiversionen der Dienst speichert und wie lange gelöschte Dateien wiederherstellbar bleiben. Die Fristen unterscheiden sich je nach Dienst und Kontotyp. Bewahren Sie wichtige Unterlagen deshalb nicht nur im Papierkorb eines Online-Dienstes auf.

Backup-Intervall festlegen

Legen Sie das Sicherungsintervall danach fest, wie viele neue oder geänderte Daten Ihre Familie im Ernstfall verlieren darf. Fragen Sie sich: Wären Änderungen seit gestern noch verkraftbar oder nur Änderungen seit der vergangenen Woche? Je kürzer dieser Zeitraum ist, desto häufiger müssen Sie die betreffenden Daten sichern.

Berücksichtigen Sie auch, wie schnell Sie Dateien wieder benötigen. Ein Dokument für einen laufenden Antrag sollte sofort erreichbar sein. Die Wiederherstellung eines großen Fotoarchivs darf länger dauern, wenn niemand die Bilder kurzfristig braucht. Geben Sie wichtigen Unterlagen und weniger dringenden Dateien daher unterschiedliche Prioritäten.

Häufig sichern, ältere Stände behalten

Automatische Sicherungen in kurzen Abständen begrenzen den Verlust neuer Änderungen. Ältere Dateiversionen helfen, wenn Sie erst Tage oder Wochen später eine falsche Änderung, eine versehentliche Löschung oder eine beschädigte Datei bemerken. Ohne ältere Stände enthält auch die aktuelle Sicherung den Fehler.

Legen Sie daher zwei Punkte getrennt fest: wie oft Sie sichern und wie lange ältere Versionen erhalten bleiben. Sie können wichtige Dokumente täglich sichern und frühere Stände mehrere Wochen aufbewahren. Das passende Intervall richtet sich danach, welche Daten verloren gehen dürfen und wie schnell Ihre Familie sie wieder benötigt.

Die 3-2-1-Regel anwenden

Verteilen Sie Ihre Datenkopien so, dass ein einzelner Schaden nicht alle gleichzeitig trifft. Ältere Dateistände helfen nach versehentlichem Überschreiben. Bei einem Laufwerksdefekt brauchen Sie eine Kopie auf einem anderen Medium. Gegen Brand, Wasserschaden oder Einbruch schützt eine Kopie außerhalb der Wohnung. Die 3-2-1-Regel zählt das Original mit: drei Kopien insgesamt, auf zwei unterschiedlichen Medienarten, davon eine an einem anderen Ort.

Eine außer Haus gespeicherte Kopie ist nicht automatisch vor allen Risiken geschützt. Wer Ihr Cloud-Konto übernimmt, kann möglicherweise auch dort Dateien oder Sicherungen löschen. Eine Sicherungsplatte, die dauerhaft am Computer angeschlossen ist, bleibt für Schadsoftware erreichbar. Trennen Sie sie nach dem Sicherungslauf. Eine Sicherung stellt verlorene Daten wieder her, verhindert aber nicht, dass Schadsoftware Dateien zuvor kopiert und entwendet.

Lokale und externe Kopien

Eine externe Festplatte bietet einen einfachen Weg für lokale Sicherungen. Nutzen Sie eine Sicherung, die ältere Dateistände behält, und trennen Sie die Platte nach dem Lauf vom Computer. Ohne Cloud können Sie zwei externe Medien abwechselnd verwenden und eines davon außerhalb der Wohnung lagern. So bleibt eine Kopie erhalten, wenn ein Schaden alle Geräte am selben Ort betrifft.

Eine Kopie in der Cloud zählt nur dann als zusätzliche Sicherung, wenn sie wichtige Dateien und frühere Versionen getrennt von den synchronisierten Arbeitsdateien speichert. Prüfen Sie außerdem den Zugriffsschutz, den Wiederherstellungsweg und das Alter der letzten Sicherung.

NAS und RAID einordnen

Ein NAS ist ein Speichergerät im Heimnetzwerk, auf das mehrere Geräte zugreifen können. RAID speichert Daten auf mehreren Laufwerken, indem es sie verteilt oder spiegelt. Je nach RAID-Art schützt das vor dem Ausfall einzelner Laufwerke. Schadsoftware, versehentliches Löschen oder ein Defekt des gesamten NAS können jedoch Arbeitsdaten und Spiegelung zugleich treffen.

Legen Sie fest, ob das NAS Ihre Arbeitsdateien speichert oder nur Sicherungen aufnimmt. Sichern Sie wichtige NAS-Daten zusätzlich auf ein getrenntes Medium oder an einen anderen Ort.

Das Wichtigste

Nutzen Sie ältere Versionen gegen versehentliches Überschreiben, getrennte Medien gegen Laufwerksausfälle und eine Kopie außer Haus gegen Schäden in der Wohnung. Trennen Sie mindestens ein Sicherungsmedium nach dem Lauf und testen Sie die Wiederherstellung gelegentlich.

Häufige Frage

Reicht ein NAS mit RAID als Backup?

Nein. RAID schützt je nach Aufbau vor dem Ausfall einzelner Laufwerke. Gegen versehentliches Löschen, Schadsoftware und Schäden am gesamten NAS brauchen Sie zusätzlich eine getrennte Sicherung.

Geräte und Cloud-Dienste sichern

Sicherungsfunktionen von Computern, Smartphones und Cloud-Konten erfassen unterschiedliche Daten. Klären Sie zuerst, ob Sie einzelne Dateien zurückholen oder einen ganzen Computer mit Einstellungen und Programmen wiederherstellen möchten. Nach einem Geräte- oder Betriebssystemwechsel müssen Sie den Umfang der Sicherung erneut prüfen.

Windows und macOS

Die Windows-Sicherung kann ausgewählte Ordner über OneDrive sichern und bestimmte Einstellungen speichern. Sie sichert nicht alle Laufwerke und installierten Programme vollständig. Der Dateiversionsverlauf sichert persönliche Dateien auf einem externen Laufwerk oder Netzwerkspeicher. Sie können Dateien auch an einem anderen Speicherort wiederherstellen. Prüfen Sie besonders Ordner außerhalb der üblichen persönlichen Ordner. Microsoft beschreibt Windows-Sicherung und Dateiversionsverlauf getrennt.

Time Machine sichert einen Mac automatisch und unterstützt verschlüsselte Sicherungen. Für die Wiederherstellung benötigen Sie dann das Passwort der Sicherung. Bewahren Sie es so auf, dass Sie auch ohne den Mac darauf zugreifen können. Apple erklärt Sicherung und Wiederherstellung mit Time Machine.

Smartphones und Cloud

Android sichert nicht automatisch die Daten jeder App. Prüfen Sie wichtige Apps einzeln: Werden Einstellungen und Daten gesichert, und lassen sie sich auf einem anderen Gerät wiederherstellen? Google weist auf diese Einschränkung hin.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie ohne das bisherige Smartphone auf Ihr Cloud-Konto zugreifen können. Das betrifft besonders Passwortmanager, Bestätigungscodes und Wiederherstellungswege, die nur auf dem alten Gerät verfügbar sind.

Bei OneDrive können Dateien nur online gespeichert sein. Ein Dateiname im Explorer beweist daher nicht, dass der Inhalt lokal vorhanden ist. Gelöschte Dateien können auch andere synchronisierte Geräte betreffen. Der persönliche Papierkorb bewahrt sie nur für begrenzte Zeit auf. Legen Sie wichtige Cloud-Dateien deshalb zusätzlich als unabhängige Kopie ab.

Nach einem Gerätewechsel prüfen

Ein neues Gerät übernimmt den Zustand des alten nicht vollständig. Die Windows-Sicherung kann ausgewählte Ordner und Einstellungen übertragen; Programme müssen Sie in der Regel erneut installieren und einrichten. Auf einem Mac lassen sich Daten und Einstellungen aus einer Time-Machine-Sicherung übertragen.

Die Hersteller erklären, welche Funktionen vorgesehen sind. Ob Ihre Sicherung tatsächlich alle wichtigen Daten erfasst, zeigt nur ein Test. Stellen Sie regelmäßig wichtige Dateien wieder her und öffnen Sie sie. Die Empfehlung von Apple zur Größe eines Time-Machine-Laufwerks gilt nur für Time Machine und ist keine allgemeine Regel für andere Sicherungen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Dateisicherung und die Wiederherstellung eines ganzen Computers erfüllen unterschiedliche Zwecke.
  • Prüfen Sie nach jedem Geräte- oder Betriebssystemwechsel erneut, welche Daten gesichert werden.
  • Testen Sie wichtige Dateien praktisch, statt sich allein auf eine Erfolgsmeldung zu verlassen.

Häufige Fragen

Reicht eine Cloud-Sicherung für Familienfotos?
Nur wenn die Fotos tatsächlich dort gespeichert sind und Sie auch ohne das bisherige Gerät auf das Konto zugreifen können. Bewahren Sie zusätzlich eine unabhängige Kopie auf.

Was sollte ich nach einer Sicherung testen?
Stellen Sie wichtige Dateien an einem anderen Ort wieder her. Öffnen Sie sie und prüfen Sie Inhalt sowie Dateistand.

Backups regelmäßig prüfen

Lassen Sie wichtige Dateien automatisch sichern und legen Sie fest, wann Sie die getrennte oder außer Haus gespeicherte Kopie aktualisieren. Dann hängt der Sicherungsstand nicht davon ab, ob Sie daran denken. Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob die Sicherung erfolgreich abgeschlossen wurde und noch genügend Speicherplatz frei ist. Das BSI empfiehlt regelmäßige Datensicherungen. Einen festen Rhythmus, der für jeden Privathaushalt passt, gibt es jedoch nicht.

Einen passenden Rhythmus festlegen

Ein sinnvoller Startpunkt ist: Sichern Sie wichtige Änderungen täglich, prüfen Sie einmal im Monat Sicherungsstatus und freien Speicherplatz und testen Sie alle paar Monate eine Wiederherstellung. Passen Sie die Abstände daran an, wie viel Datenverlust Sie im Ernstfall akzeptieren. Wird die Kopie außer Haus nur wöchentlich aktualisiert, fehlen nach einem Schaden alle Daten, die seit der letzten Aktualisierung entstanden sind.

Prüfen Sie nach großen Fotoimporten oder einem Gerätewechsel, ob die Sicherung weiterhin alle wichtigen Dateien erfasst. Berechnen Sie den Speicherbedarf aus dem aktuellen Datenbestand, dem erwarteten Wachstum und der Zahl älterer Dateiversionen, die Sie behalten möchten. Bei der ersten Cloud-Sicherung bestimmen Upload-Geschwindigkeit und Unterbrechungen der Internetverbindung, wie lange die Übertragung dauert.

Vergleichen Sie die Kosten über mehrere Jahre. Berücksichtigen Sie Speichermedien und Ersatzgeräte, laufende Cloud-Gebühren, Software sowie Ihre Zeit für Einrichtung, Kontrolle und Wiederherstellungstests. Wählen Sie einen Rhythmus und eine Lösung, die Sie dauerhaft einhalten und überwachen können.

Wiederherstellung praktisch testen

Eine Erfolgsmeldung bestätigt nur, dass der Sicherungsdienst Daten gespeichert hat. Sie beweist nicht, dass die benötigten Dateien vollständig vorliegen, sich öffnen lassen und ältere Versionen erreichbar sind. Testen Sie die Wiederherstellung deshalb regelmäßig. Das britische Nationale Zentrum für Cybersicherheit empfiehlt, Sicherungen zu testen und zu überwachen. Für Privathaushalte gibt es kein wissenschaftlich festgelegtes Prüfintervall. Orientieren Sie sich an Ihrem Sicherungsplan und an wichtigen Änderungen, etwa einem neuen Gerät oder einem Wechsel des Cloud-Kontos.

Testen Sie verschiedene Dateien: ein aktuelles Dokument, einen älteren Stand desselben Dokuments, ein Foto, ein Video und gegebenenfalls einen Export aus einer wichtigen Anwendung. Stellen Sie diese Daten in einem neuen Testordner wieder her. So bleibt die aktuelle Arbeitsfassung unverändert.

Öffnen Sie jede wiederhergestellte Datei und prüfen Sie ihren Inhalt. Bei einem App-Export reicht es nicht, die Datei nur zu öffnen: Importieren Sie die Daten testweise in die zugehörige App und kontrollieren Sie, ob die erwarteten Informationen erscheinen.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie auch ohne den ursprünglichen Computer und, soweit möglich, ohne das bisherige Smartphone auf die Sicherung zugreifen können. Im Ernstfall stehen beide Geräte möglicherweise nicht zur Verfügung. Sie benötigen daher Zugangsdaten, Wiederherstellungscodes und gegebenenfalls die zweite Anmeldemethode auf einem anderen Gerät.

Notieren Sie Datum, getestete Daten, benötigte Zeit, Fehler und die Person, die den Test durchgeführt hat. Beheben Sie Fehler und wiederholen Sie den Test anschließend. Die Sicherung erfüllt ihren Zweck, wenn die erwarteten Dateien vorhanden und nutzbar sind, ältere Stände erreichbar bleiben und Ihre Familie an die nötigen Passwörter und Wiederherstellungscodes gelangt.

Zugang zur Sicherung sichern

Verschlüsselung schützt Sicherungen vor unbefugtem Zugriff. Fehlt jedoch das Passwort oder der Schlüssel, können auch Sie die Daten nicht wiederherstellen. Prüfen Sie deshalb, ob der Anbieter Dateien bei der Übertragung und auf dem Speichermedium verschlüsselt. Klären Sie außerdem, wer die Sicherung entschlüsseln kann und welche Angaben der Anbieter für die Wiederherstellung verlangt.

Die Hinweise „verschlüsselt“ oder „Server in der EU“ sagen nicht, wer auf die Daten zugreifen kann, wie Schlüssel verwaltet werden oder ob eine Wiederherstellung ohne das bisherige Gerät gelingt. Ein Serverstandort in der EU kann bei der Auswahl eine Rolle spielen. Er sagt jedoch nichts darüber aus, wer auf die Daten zugreifen kann, wie Schlüssel verwaltet werden oder ob eine Wiederherstellung ohne das bisherige Gerät gelingt.

Notfallzugang festhalten

Bewahren Sie das Passwort für die Sicherung und alle Wiederherstellungsinformationen getrennt von Computer und Smartphone auf. Wenn Geräte verloren gehen oder defekt sind, müssen Sie die Zugangsdaten trotzdem erreichen können. Geeignet sind zum Beispiel ein sicher verwahrter Ausdruck oder ein Passwortmanager, auf den eine berechtigte Person im Notfall zugreifen kann.

Halten Sie schriftlich fest, wo diese Informationen liegen und wie die berechtigte Person sie findet. Prüfen Sie den Ablauf bei einem Wiederherstellungstest, möglichst auch ohne das bisher genutzte Smartphone. So erkennen Sie früh, ob ein Bestätigungscode nur auf dem verlorenen Gerät verfügbar wäre.

Zuständigkeiten klären

Notieren Sie, welche Daten an welchem Ort gesichert sind, wer den Sicherungsstatus kontrolliert und wer bei Krankheit oder Abwesenheit übernimmt. Diese Angaben helfen, wenn die Person ausfällt, die die Sicherung eingerichtet hat.

Legen Sie außerdem fest, welche Familienmitglieder persönliche Bereiche einsehen oder wiederherstellen dürfen. Ein gemeinsames Konto schafft zwar einfachen Zugang, gibt aber allen dieselben Rechte. Eigene Konten mit klar geregeltem Notfallzugang schützen persönliche Daten besser.

Für Daten im privaten Haushalt gilt eine begrenzte rechtliche Ausnahme: Die DSGVO gilt grundsätzlich nicht für Verarbeitungen durch natürliche Personen, die ausschließlich persönlichen oder familiären Tätigkeiten dienen. Berufliche oder geschäftliche Daten fallen nicht automatisch unter diese Ausnahme und sollten getrennt bewertet werden.

Häufige Fragen

Reicht eine externe Festplatte?
Sie ist ein sinnvoller Anfang und schützt, wenn das Laufwerk im Computer ausfällt. Bei Brand, Einbruch oder Wasserschaden können Computer und externe Festplatte jedoch gleichzeitig verloren gehen. Bewahren Sie deshalb mindestens eine weitere Kopie an einem anderen Ort auf.

Ist ein zweiter Ordner auf demselben Laufwerk ein Backup?
Nein. Fällt das Laufwerk aus, betrifft der Defekt beide Ordner. Eine Sicherung muss auf einem getrennten Speichermedium liegen.

Genügt ein NAS mit gespiegelten Festplatten?
Nein. Ein NAS ist ein Netzwerkspeicher; bei gespiegelten Festplatten liegen dieselben Daten auf mehreren Laufwerken. Das schützt vor dem Ausfall einer einzelnen Festplatte. Versehentliches Löschen, Schadsoftware oder ein Defekt des NAS betreffen aber auch die Spiegelung. Sichern Sie die Daten zusätzlich auf ein unabhängiges Medium.

Muss der ganze Computer gesichert werden?
Das hängt davon ab, was nach einem Ausfall schnell wieder verfügbar sein soll. Eine Dateisicherung genügt, wenn Sie Programme und Einstellungen neu einrichten können. Möchten Sie den Computer möglichst im bisherigen Zustand wiederherstellen, brauchen Sie zusätzlich eine vollständige Systemsicherung.

Kann die Sicherungsfestplatte angeschlossen bleiben?
Das ist bequem, macht die Sicherung bei Schadsoftware auf dem Computer aber leichter erreichbar. Trennen Sie mindestens eine zusätzliche Sicherung nach dem Sicherungslauf und bewahren Sie sie getrennt auf.

Wie oft sollte eine Familie sichern?
Sichern Sie so häufig, dass Sie den Verlust der seit der letzten erfolgreichen Sicherung entstandenen Dateien akzeptieren können. Wer täglich Fotos, Dokumente oder Schulunterlagen bearbeitet, sollte täglich sichern. Für selten veränderte Archive reichen längere Abstände.

Kann ein verschlüsseltes Backup unbrauchbar werden?
Ja. Ohne Passwort oder Schlüssel lässt sich eine verschlüsselte Sicherung nicht öffnen. Bewahren Sie diese Zugangsdaten getrennt vom gesicherten Computer auf und prüfen Sie, ob Sie sie im Notfall finden.

Kernaussagen

  • Erfassen Sie alle wichtigen Datenorte: Prüfen Sie Computer, Smartphones, Kameras und Onlinekonten. Laden Sie Unterlagen herunter, die sonst nur in E-Mails, Portalen oder einer Cloud liegen.
  • Verteilen Sie Kopien auf getrennte Speicherorte: Die 3-2-1-Regel zählt das Original mit: drei Kopien auf zwei Speichertypen, davon eine außer Haus. Trennen Sie mindestens ein Sicherungsmedium nach dem Sicherungslauf vom Computer.
  • Bewahren Sie ältere Versionen unabhängig von der Synchronisierung auf: Synchronisierte Löschungen können weitere Geräte betreffen. Prüfen Sie, ob Ihre Sicherung ältere Dateistände und die benötigten Cloud-Dateien erfasst.
  • Testen Sie die Wiederherstellung: Stellen Sie Dokumente, Fotos und ältere Dateistände in einen neuen Ordner wieder her und öffnen Sie sie. Bewahren Sie Passwörter und Wiederherstellungsinformationen so auf, dass Sie auch ohne Computer oder Smartphone darauf zugreifen können.

FAQ

Reicht eine externe Festplatte als Sicherung?

Sie schützt vor dem Ausfall des Computerlaufwerks. Liegt sie dauerhaft in derselben Wohnung, schützt sie jedoch nicht vor Schäden wie Brand, Einbruch oder Wasserschaden. Bewahren Sie deshalb mindestens eine weitere Kopie an einem anderen Ort auf.

Ist die Cloud-Synchronisierung schon ein Backup?

Synchronisierung hält Dateien auf mehreren Geräten auf demselben Stand. Sie kann aber auch versehentliche Löschungen weitergeben. Prüfen Sie daher, ob der Dienst ältere Versionen aufbewahrt und gelöschte Dateien lange genug wiederherstellbar bleiben.

Wie oft sollte ich die Familiendaten sichern?

Sichern Sie so häufig, dass der Verlust seit dem letzten erfolgreichen Lauf für Ihre Familie akzeptabel wäre. Wenn Sie wichtige Dokumente täglich ändern, ist eine tägliche Sicherung ein sinnvoller Startpunkt. Für selten veränderte Daten können längere Abstände genügen.

Wie erkenne ich, ob sich meine Sicherung wiederherstellen lässt?

Stellen Sie testweise ein aktuelles Dokument, eine ältere Dateiversion, ein Foto und ein Video in einem neuen Ordner wieder her. Öffnen Sie die Dateien und prüfen Sie, ob Sie auch ohne den bisherigen Computer an das Sicherungsmedium und die nötigen Passwörter gelangen.

Was passiert, wenn mein NAS gespiegelte Festplatten hat?

Ein NAS ist ein Speichergerät im Heimnetzwerk; gespiegelte Laufwerke halten Daten auf mehreren Festplatten vor. Sie ersetzen keine unabhängige Sicherung, denn eine Löschung, Schadsoftware oder ein Defekt kann auch das NAS betreffen.

Muss ich den ganzen Computer sichern?

Das hängt davon ab, was nach einem Ausfall schnell wieder verfügbar sein muss. Eine Dateisicherung schützt persönliche Dateien. Wenn auch Programme und Einstellungen wichtig sind, prüfen Sie, ob die gewählte Sicherung diese ebenfalls erfasst.

Was ist, wenn mein Smartphone mit den Zugangsdaten verloren geht?

Prüfen Sie vorab, ob Sie Ihre Cloud-Konten auch ohne dieses Gerät öffnen und wiederherstellen können. Bewahren Sie Wiederherstellungsinformationen und Sicherungspasswörter so auf, dass sie nicht ausschließlich auf dem verlorenen Gerät liegen.

Kann ein verschlüsseltes Backup unbrauchbar werden?

Ja. Ohne das zugehörige Passwort oder den Schlüssel lassen sich die gesicherten Daten nicht öffnen. Bewahren Sie die Zugangsinformationen getrennt vom Computer auf und so, dass eine berechtigte Person sie im Notfall findet.