Cyberspionage

Computerspionage

Noch mehr Angriffe auf Politik, Regierung und Wirtschaft durch Cyber-Spionage. Ausländische Nachrichtendienste greifen zunehmend staatliche und geschäftliche Netzwerke und Computersysteme durch Cyber-Spionage an. Spionage im Internet Das Sammeln von Informationen durch Cyber-Attacken hat seit Jahren an Wichtigkeit gewonnen. Was unternimmt der Bundesstaat gegen Cyber-Angriffe? Bei diesen Angriffen geht es um Cyber-Angriffe, also um zielgerichtete Aktivmaßnahmen mit und gegen IT-Infrastrukturen.

Cyber-Angriffe können sowohl zur Datenspionage, d.h. zum Ausspionieren, als auch zur Manipulation, d.h. zur Störung von Prozessen, eingesetzt werden.

Ein Cyberangriff könnte hier darauf abzielen, ihn abzuschalten, um schweren Schäden vorzubeugen. In Zeiten der zunehmenden Technisierung steigt die Anzahl der Cyber-Angriffe weiter an. Dafür gibt es viele Gründe: Cyber-Angriffe sind eine wirksame und schwierige Art der Aufklärung. Das Internet macht es schwierig, die Verantwortlichen zu identifizieren und zu verfolgen.

Cyber-Angriffe sind für die Angreifer ein kosteneffektives Mittel, das sie in Realzeit mit vergleichsweise hoher Erfolgschance ausführen können. Cyber-Angriffe sind ebenfalls schädlich, nicht zuletzt, weil sie von den Betreffenden oft nicht wiedererkannt werden. Aber auch in anderen Ländern haben Geheimdienste die notwendigen Mittel und Möglichkeiten, um Cyber-Angriffe durchzuführen.

Cyber-Angriffe können nun auch auf mutmaßliche Regierungsstellen im Iran zurückgeführt werden. So liegt der Schwerpunkt der Verursacher auf Firmen aus der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie. Mit zunehmender Verfeinerung der Verfahren schätzt die Sicherheitsbehörde die Zahl der nicht erkannten Cyber-Angriffe als hoch ein.

Cyber-Spionage - was ist das? Staatliches Amt für den Schutz der Verfassung

Dazu gehören neben der Informationssammlung auch Tätigkeiten, die zur Beschädigung oder Zerstörung dieser Anlagen beitragen können. Die elektronischen Attacken haben sich zu einer bedeutenden Form der Informationssammlung für ausländische Geheimdienste weiterentwickelt und vervollständigen die Geheimdienstforschung mit humanen Daten. Diese sind kosteneffizient, in Echtzeit realisierbar und haben eine große Wahrscheinlichkeit für den Erfolg.

Deshalb wird es auch in Zukunft besonders darauf ankommen, dass die betroffenen Firmen Spionageprobleme oder Verdächtigungen an die Sicherheitsbehörde melden, um gemeinsame Sicherheitskonzepte an die Entwicklung anzupassen.

Elektronik-Attacken

Die Auslandsnachrichtendienste sind neben den Zielen des politischen und militärischen Nachrichtendienstes besonders an den Bereichen Business, Science und Technology in Deutschland interessiert. Das BfV, das Bundeskriminalamt (BKA) und das BSI haben seit 2005 verstärkt gezielte Übergriffe auf Behörden, Politiker und Unternehmen festgestellt.

Bei diesen Angriffen geht es um Elektronik, d.h. um zielgerichtete Aktivmaßnahmen mit und gegen IT-Infrastrukturen. Die elektronischen Attacken können sowohl zur Ausspionierung als auch zur Manipulation eingesetzt werden. In Zeiten der zunehmenden Verbreitung der elektronischen Kommunikation steigt die Anzahl der Attacken weiter an. Dafür gibt es viele Gründe: Die elektronischen Attacken sind eine wirksame Möglichkeit, Informationen zu erhalten, die für die Beteiligten schwierig zu klären sind.

Insbesondere die Unbekanntheit des Internet macht es schwierig, die Verursacher zu identifizieren und zu verfolgen. Auch für die Angreifer sind die elektronischen Attacken ein sehr kosteneffizientes Mittel, sie können in Realzeit ausgeführt werden und die Erfolgschancen sind verhältnismäßig hoch. Elektronik-Attacken sind nicht nur deshalb so schädlich, weil sie von den Beteiligten oft nicht wiedererkannt werden.

Das beweist die nach wie vor hohe Anzahl von Anschlägen gegen föderale Behörden. Sowohl die Zeitdauer der Einzelangriffe als auch die Wahl von Thema und Opfer zeigen eindeutig staatliche, zielgerichtete Maßnahmen. Dabei ist Deutschland - auch im weltweiten Maßstab - ein großes Spionageziel. Mit zunehmender Verfeinerung der Verfahren schätzt die Sicherheitsbehörde die Anzahl der nicht erkannten elektronischen Attacken hoch ein.

Der BSI erwartet tägliche Attacken in der Branche, viele davon mit Erfolg. Dies erhöht die Wirksamkeit solcher Attacken erheblich und selbst gängige Virenschutzprogramme sind nicht in der Lage, die verwendete Malware zu entdecken. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die staatliche IT, sondern auch die der Volkswirtschaft zu schonen.

Wirtschaftsangriffe sind aufgrund der dezentralisierten IT-Strukturen, zu denen die Behörden keinen Zugang haben, schwierig zu eruieren. Bei den Tätern handelt es sich vor allem um Firmen aus den Branchen Rüstungsindustrie, Automobil, Luft- und Raumfahrzeugbau sowie Satellitentechnologie. Gegenspionage hat daher die Funktion, intelligent kontrollierte Elektronikangriffe zu identifizieren und zu untersuchen und entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen bei Opfern und Zielgruppen zu ergreifen.

Bund und Industrie erarbeiten zusammen Massnahmen zur Aufdeckung und Abwehr von Spionageangriffen aller Arten. Viele nationale und internationale Instanzen setzen sich zusammen, um die von elektronischen Angriffen ausgehenden Risiken zu bekämpfen. In Deutschland wurde zur verbesserten Koordination dieser Kooperation ein Cyber-AZ (National Cyber Defense Centre) eingerichtet und im Mai 2011 eröffnet.

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