Bakterien Behandlung

Behandlung von Bakterien

Mehr über die Behandlung und die Symptome erfahren. Was sind die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten? klinisches Bild Erläuterung: Eine große Anzahl unterschiedlicher Bakterien besiedeln den Dünndarm. Eine dritte Personengruppe kann jedoch unter gewissen Voraussetzungen zu Problemen für den Menschen führen. Die Krankheitserreger befallen die Darmschleimhäute und verursachen z.

B. Durchfall - und andere potenziell schädliche Organschädigungen. Einerseits können Fremderreger, die in der Darmflora nicht natürlich auftreten, eingeschleust werden.

Die Erreger des Campylobacter Stammes C. jejuni und des Keims Yersinia Enterocolita kommen auch in der Human-Darmflora nicht vor. Die Clostridium-difficile dagegen leben im Darm vieler Menschen in Ruhe und ohne Probleme. Erst wenn das natürliche Darmgleichgewicht beeinträchtigt wird - zum Beispiel durch die Behandlung mit einem Antibiotikum - kann dieses Bazillus gefährdet werden.

Der pathogene Effekt von Bakterien entsteht durch ihren Metabolismus. Bei einigen Krankheitserregern können jedoch besonders schwere Folgen auftreten. Coli-Stamm, Yersinia enterocolita oder Campellobacter Jejuni, mit "nicht blutigem, oft wässrigem Diarrhöe, der von Beschwerden wie Bauchnabelschmerzen, Brechreiz, Erbrechen u. a. einhergehen kann", sagt Keikawus Arastéh, Chefarzt der Abteilung für Magen-Darm-Therapie und Infektionsdiagnostik an der Klinik Viva.

Durch die von den Bakterien ausgeschiedenen Toxine werden die Darm- zellen vernichtet und es kommt zu blutigen Exkrementen, genau wie bei den anderen Keimen. Das Clostridium difficile führt letztendlich zu Darmentzündungen mit Diarrhöe sowie fieberhaften und abdominalen Krämpfen. Clostridium-difficile Bakterien können sich in dieser optimalen Brutstätte ausbreiten, die Darmwand vernichten und letztendlich den ganzen Körper mit Blutvergiftungen (Sepsis) bedrohen.

Anders als die unschädlichen E. coli-Bakterien, die im Verdauungstrakt des Menschen vorkommen, finden sich die pathogenen E. coli-Stämme Campiobacter und Yersinia enterocolita im Verdauungstrakt von Widerkäuern wie z. B. Rindvieh, Ziege und Schaf, aber auch in Hirsch und Reh. Dabei werden die Bakterien von den Versuchstieren über den Kot ausgeschieden, ohne selbst krank zu werden. Die Krankheitserreger werden durch eine Infektion von angesteckten oder kranken Menschen auf gesunde Menschen übertragbar.

Die Clostridien gelangen auch fäkal-oral in den Körper - vom Hocker bis zum Munde. Eine Krankheit tritt in der Regel nur auf, wenn die Darmbakterien durch den Gebrauch von antibiotischen Mitteln beeinträchtigt werden: Durch die Abtötung der natürlichen Darmbakterien wird einer toxinbildenden Subgruppe von Clastridium (Clostridium difficile) Raum gegeben.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden 2010 bundesweit rund 35.000 Krankheiten von Campiobacter jejuni an die Gesundheitsbehörden berichtet, davon 3008 in Berlin. So wurden im selben Zeitabschnitt etwa 3.400 Yersinia enterocolita-Fälle festgestellt, im Bundesland Berlin waren es 81. Infektiologen vermuteten, dass die Zahl der nicht erfassten Krankheitsfälle signifikant größer ist, da nicht für jede Diarrhöe ein Laborbericht erforderlich ist.

Krankenhausbehandlung: Durchfall wird in der Regel auf ambulanter Basis therapiert. Allerdings müssen die Patientinnen und Patienten ins Spital gehen, wenn der Krankheitsverlauf schwerwiegend ist und Schwierigkeiten auftreten. 2008 hatten die Kliniken in Berlin mehr als 1600 Patientinnen und Patienten vor Ort mit Bakterien. Behandlung: Diagnose Zur Identifizierung des Erregers werden bakterielle Kolonien aus Stuhlextrakten im Prüflabor mit verschiedenen Prüfverfahren untersucht.

Doch da die Symptome und die Behandlung dieser Darmkrankheiten sehr ähneln, wird oft auf die exakte Identifikation des Krankheitserregers ganz bewusst verzichtet. 2. Behandlung: Durchfall wird in der Regel ambulant versorgt. Treten jedoch lebensbedrohliche Erkrankungen wie das hämolytisch-urämische Syndrom HUS oder die thrombocytopenische Purpura TTP auf, ist eine ambulante Behandlung im Spital unvermeidlich.

Krankheiten durch aggressives E.coli-Bakterium können nur mit Symptomen therapiert werden, z.B. mit fiebersenkenden oder schmerzlindernden Medikamenten. Auch Yersinia enterocolitica und Campellobacter Jejuni werden beschwerdefrei therapiert, nur in seltenen Fällen werden antibiotische Mittel eingesetzt. Clostridium difficile Krankheiten werden zwar oft nur durch eine Antibiotikatherapie hervorgerufen, der Krankheitserreger kann aber durch ein besonderes, örtlich wirksames Antibiotikum kontrolliert werden.

Für das toxinausscheidende Bakterium E. coli sind allerdings in der Regel antibiotische Mittel kontraproduktiv: Ärzte vermuteten, dass das Präparat nicht nur die Krankheitserreger abtötet, sondern auch das darin befindliche giftige Material abrupt freisetzt und das lebensbedrohliche Komplikationsrisiko, wie etwa HUS oder TTP, steigert.

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