Bei den Microsoft Security Essentials (MSE) können Sie ein Betriebssystem auch auf Werbesoftware, d.h. potenziell ungewollte Programme, untersuchen und gegebenenfalls aufräumen. Bereits vor einiger Zeit habe ich im Beitrag Blockieren von Werbeprogrammen in Windows (Defender) darauf aufmerksam gemacht, dass Windows Defender die Fähigkeit hat, einen Werbesoftware-Scan durchzuführen.
Außerdem gab es vor kurzem den Beitrag Microsoft Security Essentials: New Options Available? Bislang hatte ich den Adware-Scan nicht auf meinem Produktionssystem laufen gelassen, da es Hinweise gab, dass MSE in diesem Modus das Gesamtsystem erheblich aufhält. Diese Beobachtung habe ich auch im Full-Scan gemacht. Der Test basierte auf einem 64-Bit Ultimate von Window 7 SPS1, der zuvor mit Trendmicro Housecall eingescannt worden war.
House Call berichtete keine ungewollte Programmsoftware mehr - was mich ein wenig erstaunte, weil ich CDBurnerXP mit dem Opindy-Installer in einen Verzeichnis auf meiner Harddisk gelegt hatte. Zur Suche nach potenziell ungewollter Fremdsoftware (PUPs) habe ich die im Abschnitt Blocking von Werbeprogrammen in Windows (Defender) beschriebene Registry-Einträge über die Datei . reg eingelesen.
Um den PUP-Scan in MSE und in Windows Defender zu ermöglichen, habe ich beide Eintragungen so eingestellt, dass sie diese Möglichkeit nutzen, da ich mir nicht ganz sicher war, ob MSE diese Möglichkeit hat. Anschließend kann festgestellt werden, dass der eingetragene Key Microsoft Antimalware ausreichend gewesen wäre. Um die Registry-Datei zu importieren, habe ich den Registry-Editor reg gedit. exe mit dem Kommando Run as administration angerufen und sie dann über File/Import importiert.
Mit diesem Trick wird sichergestellt, dass der Registrierungseditor über die Administratorrechte verfügt, um in HKEY_LOCAL_MACHINE zu speichern. Damit der PUP-Scan wieder ausgeschaltet werden kann, können die selben Befehle verwendet werden, bei denen der DWORD-Wert auf 0 gesetzt werden muss. Die Gesamtkapazität des Geräts betrug 3 Terabyte. Zuerst habe ich das gesamte Betriebssystem gescannt, um festzustellen, ob es Malware in den Akten gibt.
Die vollständige Prüfung mit Microsoft Security Essentials nahm beinahe einen Tag in Anspruch. Im Bereich Settings / Scheduled Scan kann nicht nur der Scantyp auf Full Scan eingestellt werden. Diese Schadsoftware habe ich dann sofort unter Quarantäne gestellt und gelöscht - Sicherheit ist gewährleistet. Bei diesem vollständigen Scan musste Windows neugestartet werden - die Anfrage kam von MSE und besagt, dass der Restart notwendig war, um die "Bedrohungen" zu beseitigen.
Ich war überrascht, dass während des gesamten Scans keine Werbesoftware berichtet wurde. Nur nach dem vollständigen Scan und Neustart berichtete MSE recht bald über ein Informationsfenster und gab bekannt, dass ungewollte Programme entdeckt wurden. Dann öffnete ich das Microsoft Security Essentials-Fenster und ging zur Karteikarte Speicher.
Hier wird der Beitrag PUA:Win32/Somoto erläutert und die Werbesoftware war in MyPhoneExplorer_Setup_v1.8.6.exe. Hier wird der Beitrag PUA:Win32/CandyOpen erläutert und die Werbesoftware war in CDBurnerXP. Meine Schlussfolgerung: Die PUP-Scanfunktion arbeitet nicht nur in Microsoft Security Essentials, sondern auch die Scanfunktion erscheint sehr nützlich. Vorraussetzung: Setzen Sie den entsprechenden Registierungseintrag und führen Sie dann einen vollständigen Scan durch.