EHEC ( "enterohämorrhagische Escherichia coli") ist ein Bakterienstamm, der lebensbedrohliche Darminfektionen auslöst. Ein Befall mit dem EHEC-Erreger, oft fälschlich als Virus (EHEC-Virus) beschrieben, ist meist mit blutiger Durchfallerkrankung (enterohämorrhagische Kolitis) verbunden. Insbesondere für die Frau, den Säugling und die Senioren ist die Ansteckung mit dem Krankheitserreger EHEC sehr aufwendig.
Aber wie kommt es zu einer EHEC-Infektion? Die Symptome einer EHEC-Infektion sind: Wenn diese Symptome nicht therapiert werden, kommt es im Laufe der Erkrankung zu Anämie oder Niereninsuffizienz, die zum Tod führen kann. Im Schnitt liegt die mittlere Brutzeit einer EHEC-Infektion zwischen zwei und zehn Tagen, die ersten EHEC-Symptome treten in der Regel nach drei bis vier Tagen auf.
Im Rahmen der EHEC-Diagnostik wird der Flüssigkeitsstuhl der Patientinnen mit einem Screeningtest im Prüflabor untersuchte. Der Krankheitserreger soll durch den Nachweis von Toxinen isoliert werden. Wenn die Diagnose eine EHEC-Infektion zeigt, kann eine Antibiotikatherapie erfolgen. Allerdings ist diese Behandlung kontrovers, da die Arzneimittel auch das klinische Bild verschlechtern können.
Bei EHEC ist es notwendig, den durch Diarrhö verursachten Salz- und Fluidverlust aufzufangen. Dies erfordert in schwerwiegenden Ausnahmefällen einen stationären Aufenthalt, bei dem sich die Patientinnen und Patienten für die Blutspülung einer Behandlung unterziehen müssen. Die Bluttransfusion und der Plasmaaustausch werden ebenfalls vereinzelt bei EHEC-Infektionen verwendet. Im Prinzip kann das EHEC-Bakterium jedoch nicht richtig behandelt werden, weshalb eine Ansteckung am besten durch hygienische und vorsichtige Maßnahmen verhindert wird.
Durch den hochaggressiven Keimstamm O104:H4 wurde eine extrem rasche Verbreitung von EHEC-Infektionen sichergestellt. Werden in Deutschland in der Regel rund 1000 EHEC-Infektionen pro Jahr registriert, gab es zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 2011 bereits 3.244 Fälle und 36 Todesfälle. Überproportional viele Patienten entwickeln das hämolytisch urämische Syndrom HUS, das bei einem besonders starken Infektionsverlauf der Haut vorkommt.
Inwieweit es zu diesen schwerwiegenden EHEC-Infektionen, einschließlich HUS, kam, ist noch unklar. Allerdings vermutet man, dass der Krankheitserreger durch den Genuss roher Triebe vererbt wurde. EHEC bacteria kommen natürlich im Darm von Nutzvieh wie Rind, Schaf und Ziege vor, manchmal auch bei wilden Tieren.
Deshalb wird das Bakterienbakterium EHEC häufig beim Genuss von Rohfleisch, Frischmilch oder rohen Lebensmitteln weitergegeben. Zur Vorbeugung sollten alle Frischeprodukte für einen Zeitraum von zehn min auf 70 °C erwärmt werden, um den EHEC-Erreger zu abtöten. Händewaschen mit Wasser vor der Nahrungszubereitung, vor dem Fressen und nach dem Toilettengang, regelmäßige Reinigung von Küchen und Badezimmern und Entfernung von Haustieren, um EHEC-Bakterien zu vermeiden.