Sind Keime Ansteckend

Ist ein Krankheitserreger ansteckend?

Eine Infektion mit Krankenhauskeimen kann auf zwei Arten erfolgen: Bei jedem Kontakt mit anderen Personen werden MRSA-Keime regelmäßig übertragen. Spitalkeime, nosokomiale Etwa 5 % aller Patientinnen und Patienten in Kliniken oder Pflegeheimen leiden an so genannten Nasokomialinfektionen. Diese werden durch Keime hervorgerufen, die während eines Krankenhausaufenthaltes gewonnen werden. Eine Ansteckung mit Krankheitskeimen kann bei schwerkranken, immungeschwächten oder schwerstkranken Menschen gravierende Konsequenzen haben. Hospitalkeime sind Keime, mit denen sich der Patient während eines Krankenhausaufenthaltes oder einer Ambulanzbehandlung im Spital infiziert.

Wenn die Krankheitserreger in die Blutzufuhr eindringen, kann dies zu Blutvergiftungen (Sepsis) führen. Meistens verheilen diese Entzündungen ohne Komplikationen. Eine Infektion mit Krankheitskeimen im Krankenhaus kann jedoch gravierende Konsequenzen für schwerkranke, immungeschwächte oder schwerstkranke Menschen haben. Etwa 5,3% aller stationär behandelten Menschen leiden in Österreich an Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen).

Zahlreiche Keime, die in der Vergangenheit mit Hilfe von antibiotischen Mitteln wirksam waren, sind heute gegen einen oder mehrere aktive Substanzen immun, so dass es schwierig oder unmöglich ist, mit diesen Krankheitserregern infektiöse Erkrankungen zu bekämpfen. Die von multiresistenten Erregern verursachten Entzündungen haben einen wesentlich länger andauernden Heilungsprozess und ein höheres Mortalitätsrisiko. Längere Krankenhausaufenthalte und der Einsatz bestimmter invasiver Medizinprodukte wie Harn- oder Gefäßkatheter erhöht das Infektionsrisiko.

Besonders intensivmedizinische Patientinnen und Patienten, für die besonders viele Diagnose- und Therapiemaßnahmen, wie die Platzierung von Venengängen, Belüftungsschläuchen oder Ernährungsschläuchen, in Gefahr sind. Krankenhauskeime können auf zwei Arten infiziert werden: Die ( "endogene") Entzündung durch die patienteneigene Bakterienflora: Keime sind in einem funktionstüchtigen Körper als natürliche Bestandteile der Haut und des Darms vorhanden und tragen gemeinsam die Verantwortung für den Erregerschutz und die Digestion.

Die Wundinfektion nach der Operation gehört zu den häufigste krankenhausbedingte Infektion. von Fremdbakterien verursachte (exogene) Infektion skrankheiten, die von Mensch zu Mensch weitergegeben werden: Diese Krankheitserreger werden durch direkte Berührung mit verunreinigten Objekten oder mit anderen Menschen (Patienten oder Personal) weitergegeben. Rund 30% aller Krankenhausinfektionen werden wahrscheinlich durch die Exogenität der Keimübertragung verursacht.

Immer wieder haben Untersuchungen ergeben, dass sowohl körpereigene als auch fremde Infekte durch konsequente Hygienemassnahmen um ein Drittel gesenkt werden können. Ein Antibiotikum sollte in Form und Dosierung so ausgewählt werden, dass es die im jeweiligen Anwendungsfall krankheitsverdächtigen Keime abdeckt. Zuerst werden die sensibelsten Keime abgetötet. So wird mehr Wohnraum für eventuelle Resistenzen geschaffen.

Antibiotikaresistente Keime können sich ungestört fortpflanzen und verbreiten. Als Ergebnis dieses Auswahlprozesses entstehen schließlich durch den Einsatz von Antibiotika Keime, die gegenüber einem früher gut funktionierenden Mittel vollkommen inaktiv werden. Bakterium, das gegen mehr als zwei Klassen von Wirkstoffen nicht empfindlich ist, wird als Multiresistenz eingestuft.

Diese sind oft schwierig zu behandeln oder im Extrem (panresistente Erreger). Multi-resistente Krankheitserreger sind weder angriffslustiger noch führen sie zu häufigeren Entzündungen als die Originalbakterien. Diese sind deshalb besonders wichtig, weil ein großer Teil der Arzneimittel im Fall einer Ansteckung unwirksam ist. Der MRSA ist der wohl berühmteste multi-resistente Krankheitskeim und steht für Methicillin-resistente Stengel.

Die MRSA ist eine spezielle Form des beim Menschen weit verbreiteten und (meist) unbedenklichen Stents. Etwa 10% aller Infektionen mit Staphylokokken werden durch MRSA induziert. Das Methicillin ist das erste Antistafylokokkenmittel, gegen das MRSA nicht empfindlich war. In den vergangenen Dekaden hat MRSA aber auch eine Resistenz gegen viele andere Wirkstoffe aufgebaut, so dass heute nur noch wenige wirksame Wirkstoffe zur Auswahl stehen.

Die MRSA kommt auf der ganzen Welt vor und kann Haut, Schleimhaut und die obere Luftwege von Mensch und Tieren kolonisieren. In den meisten FÃ?llen macht die Kolonisation mit MRSA die Menschen noch nicht erkrankt. Lediglich eine Ansteckung, insbesondere von Menschen mit offener Wunde oder allgemeiner Verteidigungsschwäche, kann zu ernsthaften medizinischen Problemen führen.

Der Einsatz von Invasivmedizinprodukten und - damit einhergehend - die Möglichkeit der Ausbreitung von Keimen im Körper erhöht das Infektionsrisiko. Wer MRSA-Träger ist, aber selbst nicht erkrankt, kann auch andere Betroffene infizieren. Sie sind ansteckend, solange der Krankheitserreger feststellbar ist. Die MRSA sind resistent gegen Dürre und Hitze und können in der leblosen Umgebung über Monate hinweg bestehen.

Es gibt eine rechtliche Verpflichtung, Blutvergiftung und Eitermeningitis, die durch MRSA hervorgerufen werden, zu melden. MRSA-Infektionen haben vielfältige Beschwerden. Menschen mit MRSA-Infektionen können eine Hautentzündung mit Eiteransammlung, eine Wundinfektion oder eine Entzündung der inneren Organe (Blase oder Lunge) haben. Wenn MRSA nicht frühzeitig entdeckt wird oder der Betroffene aufgrund seiner vorherigen Erkrankung bereits in einem schlechteren allgemeinen Zustand ist, kann die Ansteckung einen schwerwiegenden Verlauf haben.

Im Einzelfall ist es nicht möglich, die Krankheitserreger abtöten. MRSA-Infektionen werden je nach gesundheitlichem Zustand des Menschen verschieden behandelt: Wenn während eines Krankenhausaufenthaltes eine MRSA-Kolonisation nachgewiesen wird, wird der Kranke in der Regel so lange abgetrennt, bis keine Keime mehr nachgewiesen werden können. Damit sich die Keime nicht weiter ausbreiten, ist der Umgang des Betroffenen mit anderen Menschen beschränkt.

Die MRSA ist gegenüber vielen antibiotischen Substanzen nicht empfindlich. Je nach Gesundheitszustand des Betroffenen können in vielen FÃ?llen so genannte Reserveantibiotika eingesetzt werden, um eine Ansteckung effektiv zu behandeln. Darmkokken gehören zur natürlichen Darmpflanze von Mensch und Tier. Daher sind sie ein Teil der natürlichen Flora. Gegen das Antibiotikum Vancomycin resistente Darmkrebse werden als VRE bezeichnet. Das Antibiotikum Avoparcin als Leistungs- und Wachstumsfaktor in der Tierhaltung wird als Grund für die Entwicklung der Resistenz von Darmkrebs angeklagt.

Enterokokkenübertragungen werden in der Regel durch Abstriche verursacht. Fehlende Hygienemaßnahmen erleichtern die Infektion über die Hand, aber auch über verunreinigte Objekte. Vor allem bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten kann es zu Wund- und Harnwegsinfekten bis hin zu starken Vergiftungen des Blutes und einer Entzündung der Endokarditis kommen. Infektionsherde in Krankenhäusern sind Inkontinenz- und Durchfallerkrankungen, aber auch Menschen mit einem künstlichen Darmabgang, da ihre nähere Umwelt oft mit Darmkrebs verseucht ist.

Darmkokken sind sehr resistent. Bei 60 °C überstehen sie mehrere Min. und sind auch auf leblosen Oberflächen tage- oder wochenlang zu sehen. Die E. coli ist eine Komponente der natÃ?rlichen Darmflora und der hÃ?ufigste Krankheitserreger von Harnwegs- und Darminfektionen bei Mensch und Tieren.